Wohnen.Neu.Denken

Wir wollen, dass Wohnraum in unserer Stadt gerecht, sozial und generationenübergreifend gestaltet wird. Unser Konzept verbindet die Schaffung von Wohnraum mit der Förderung genossenschaftlicher und sozialer Wohnformen und eine wesentlich straffere Pflicht von mehr gefördertem Wohnraum. Gleichzeitig fordern wir von der Stadtregierung Beteiligung der Einwohnenden und Transparenz der Planungen damit die Menschen vor Ort aktiv in die Gestaltung ihrer Nachbarschaften einbezogen werden. Ein besonderes Anliegen ist uns die unmittelbare Integration von Menschen ohne Unterkunft nach dem Modell „Housing First“.

Wir sehen Wohnraum nicht isoliert, sondern immer im Zusammenspiel mit Infrastruktur und Mobilität. Kurze Wege zu Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und sozialen Einrichtungen sowie die Anbindung an bestehenden Verkehrswegen sind für uns selbstverständlich.

Förderung von genossenschaftlichem und sozialem Wohnen

Wir unterstützen gemeinschaftlich organisierte Wohnprojekte, die bezahlbaren und sozialen Wohnraum schaffen. Ziel ist es, Nachbarschaften zu stärken und solidarisches Zusammenleben zu fördern. Unsere Idee:

  • Unterstützung genossenschaftlicher Wohnbauprojekte
  • Förderung sozialer Initiativen, die Wohnraum bereitstellen
  • Stärkung der Gemeinschaft durch organisierte Wohnformen
  • Erhöhung der Pflichtquote für geförderten Wohnraum bei Neubauprojekten

Generationengerechte Wohnformen

Wir wollen, dass Wohnprojekte Menschen unterschiedlichen Alters zusammenbringen. So entstehen Nachbarschaften, die sozial gemischt sind und gegenseitige Unterstützung ermöglichen. Sinnvolle Maßnahmen sind:

  • Förderung von Wohnprojekten für Familien, junge Erwachsene und ältere Menschen
  • Förderung der sozialen Durchmischung innerhalb der Nachbarschaften
  • Integration von unterschiedlichen Altersgruppen in gemeinschaftliche Wohnformen

Beteiligung und Transparenz

Wir legen großen Wert darauf, dass alle aktiv in Entscheidungen einbezogen werden. Transparenz und Mitbestimmung sind aus unserer Sicht zentrale Bestandteile einer der Allgemeinheit dienlichen Wohnraumplanung. Wir fordern:

  • Frühestmöglich Veröffentlichung von Bauvorhaben und Vergabeverfahren für die Öffentlichkeit
  • Einbindung der Einwohnenden in Planungs- und Gestaltungsprozesse
  • Nutzung digitaler Plattformen zur transparenten Kommunikation über laufende Projekte

Verbindung von Wohnraum und Infrastruktur

Wohnprojekte sollten so geplant werden, dass sie in die Infrastrukturentwicklung (vor allem den ÖPNV) eingebunden sind. Kurze Wege zu Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und sozialen Einrichtungen sollen die Lebensqualität erhöhen und nachhaltige Stadtentwicklung fördern. Näheres zum Thema Verkehr findet sich unter Verkehr.neu.denken.

Echte Integration von Menschen ohne Unterkunft

Wir verfolgen das Ziel, obdachlosen Menschen unmittelbar und dauerhaft Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Durch den „Housing First“-Ansatz wird der direkte Zugang zu Wohnungen ermöglicht, begleitet von sozialen Unterstützungsangeboten. Wir fordern :

  • Direkte Bereitstellung von Wohnungen für obdachlose Menschen
  • Begleitende soziale Betreuung zur Integration
  • Schaffung stabiler Lebensumstände, bevor weitere Maßnahmen folgen

Jeder Mensch hat ein Recht auf eine sichere Wohnung!